Die Nachrichten vom 09. Januar 2020

TESLA GIGAFACTORY

Landtag stimmt Kaufvertrag zu

Der Brandenburger Landtag hat am Donnerstag dem Verkauf des geplanten Fabrikgeländes in Grünheide, Landkreis Oder-Spree, an den US-Konzern Tesla mehrheitlich zugestimmt. Das 302 Hektar große Waldareal soll vorläufig für 41 Millionen Euro an Tesla verkauft werden. Die genaue Summe hängt von einem Verkehrswertgutachten ab, das Ende Januar vorliegen soll. Tesla will laut Landesregierung erst Mitte Januar über den Kauf entscheiden.

ZEPPELINSTRASSE

Luft wird immer sauberer

Die Stickstoffdioxid-Belastung in der Zeppelinstraße ist gesunken. Das ergaben die Werte der Messstation am Bahnhof Charlottenhof. Wie die Potsdamer Neuesten Nachrichten berichten, wurde der Grenzwert, der bei 40 Mikrogramm liegt, im dritten Jahr in Folge nicht überschritten. Während der Jahresdurchschnitt 2018 noch bei 36 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter lag, sank er im vergangenen Jahr auf 29. Als Grund für die Verbesserung der Luft wird unter anderem die Regelung zu einer Geradeausspur je Richtung aus dem Jahr 2017 angegeben. Dadurch würden laut Verkehrszählung aus dem Jahr 2018 täglich 4000 Autos weniger die Zeppelinstraße nutzen.

PROZESS

Kindesentführer gesteht Tat

Im Prozess um die Entführung und den sexuellen Missbrauch eines heute siebenjährigen Mädchens aus Potsdam hat der 58-jährige Angeklagte die Tat am Donnerstag gestanden. Dem Mann wird schwerer sexueller Missbrauch von Kindern, Freiheitsberaubung und Entziehung Minderjähriger vorgeworfen. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit ließ der Angeklagte sein Geständnis vor dem Landgericht Potsdam von seinem Verteidiger verlesen. Der Prozess läuft seit Mitte Dezember. Ein Urteil steht noch aus.

STAHNSDORF

Bauunternehmer vor Gericht

Zwei Bauunternehmer aus Stahnsdorf stehen wegen nicht bezahlter Sozialabgaben vor dem Potsdamer Amtsgericht. Den beiden 63 und 49 Jahre alten Männern wird vorgeworfen, Arbeitskräften im Zeitraum von 2010 bis 2013 Arbeitsentgelte vorenthalten und veruntreut zu haben. Insgesamt beläuft sich die Summe auf rund 670 000 Euro. Zollbeamte waren bei Kontrollen auf 90 rumänische Arbeitskräfte aufmerksam geworden, die bei den Firmen der Angeklagten als Scheinselbstständige beschäftigt wurden. Am 22. Januar wird der Prozess fortgesetzt.

VERBRAUCHERBERATUNG

Warnung vor Inkasso-Betrug

Die Brandenburger Verbraucherzentrale warnt vor dubiosen Geldforderungen des Inkassounternehmens PORTEX INKASSO AG. Die Schreiben, die der Verbraucherzentrale Brandenburg vorliegen, gaukeln dem Empfänger vor, dass er einen Vertrag über eine Teilnahme am „TOP100 Gewinnspiele / EUROJACKPOT-49“ abgeschlossen habe. Die verlangte Summe beträgt rund 280 Euro und soll auf ein französisches Konto überwiesen werden. Erkennbar ist dies an der IBAN, die mit dem Kürzel „FR“ beginnt. Die Verbraucherzentrale rät: Auf gar keinen Fall bezahlen! Stattdessen sollte Anzeige bei der Polizei erstattet werden.

SIEMENSSTADT 2.0

Entwurf von O&O Baukunst gewinnt

Seit Mittwoch steht fest: Die neue Siemensstadt 2.0 wird nach einem Entwurf des Berliner Büros Ortner & Ortner Baukunst realisiert. Eine 16-köpfige Jury entschied sich einstimmig für das Gewinnerkonzept. Laut Siegerentwurf soll im Zentrum des Areals in Spandau ein Hochhaus mit einem davor liegenden Stadtplatz entstehen. Wie die Siemens AG berichtet, könnten dadurch lange Straßen und Achsen innerhalb des rund 70 Hektar großen Fläche vermieden werden. Insgesamt sollen 2750 Wohnungen errichtet werden. Die Bauarbeiten sollen 2022 beginnen.

FRIEDRICHSTADT-PALAST

2019 bricht alle Rekorde

Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2019 verzeichnete der Berliner Friedrichstadt-Palast mit 545 000 Gästen und einem Kartenumsatz von 27,2 Millionen Euro die besten Ergebnisse seiner einhundertjährigen Bühnengeschichte. Das teilte das Management mit. Im Vergleich zum bisher erfolgreichsten Jahr 2013 konnten 2019 somit über 26 000 Gäste mehr verzeichnet werden. Der Friedrichstadt-Palast fasst insgesamt 1900 Plätze. Die Jahresauslastung lag im vergangenen Jahr bei 91%.

RAUBÜBERFALL

Mann in Bar angeschossen

Bei einem Raubüberfall am Mittwochabend in Berlin-Neukölln wurde ein 54-jähriger Mann angeschossen. Medienberichten zufolge sei der Täter gegen 20 Uhr in eine Bar in der Karl-Marx-Straße gestürmt. Er habe Geld von dem Angestellten gefordert. Als dieser nicht auf die Forderung einging, soll der Täter in den Boden geschossen haben. Bei der Auseinandersetzung vor der Tür der Bar habe er den Angestellten mit einem Schuss in die Hüfte getroffen. Der Täter flüchtete. Der 54-Jährige wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Als Verdächtiger konnte ein 42-jährigen Mann ermittelt werden. Er wurde in Adlershof festgenommen.

POLIZEI

Gesuchter Brandstifter festgenommen

Ein mutmaßlicher Brandstifter wurde in der Nacht zu Donnerstag festgenommen. Zuvor standen zwei Haftbefehle gegen den Gesuchten aus. Gegen 3 Uhr soll der 37-Jährige in der Elßholzstraße in Berlin-Schöneberg einen Volvo angezündet haben. Nebenstehende Autos wurden beschädigt. In der Nähe der Fahrzeuge konnte die Polizei einen Verdächtigen festnehmen. Er trug den Schlüssel für einen Volvo bei sich. Das Fahrzeug stellte sich später als gestohlen heraus. Der Mann, der falsche Personalien angegeben hatte, wurde in Gewahrsam gebracht.