Die Nachrichten vom 11. Februar 2020

SPD-LANDESVORSITZ

Woidke kandidiert erneut
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke kandidiert erneut als SPD-Landeschef. Das teilte der SPD-Landesvorstand am Dienstag mit. Woidke dazu wörtlich: "Ich würde mich freuen und es würde mich stolz machen, wenn die SPD Brandenburg mich im November als Vorsitzenden wiederwählen würde". Am 7. November wird der Landesvorsitz auf einem ordentlichen Landesparteitag der Brandenburger Sozialdemokraten neu gewählt. Dietmar Woidke ist seit August 2013 SPD-Landeschef.

AUSZEICHNUNG

Amnesty-Menschenrechtspreis für „Iuventa“
Amnesty International zeichnet in diesem Jahr die Crew des Seenot-Rettungsschiff „Iuventa“ mit dem Menschenrechtspreis aus. Das berichten verschiedene Medien. Unter den Crew-Mitgliedern sind auch einige Potsdamer. Bei 16 Einsätzen rettete die Besatzung über 14 000 Menschen vor dem Ertrinken. In Italien wird deshalb gegen sie ermittelt. Der Vorwurf: Beihilfe zur illegalen Einreise. Amnesty kritisiert dieses Vorgehen. Der Menschenrechtspreis 2020 wird am 22. April im Berliner Gorki-Theater verliehen.

TELTOW-RUHSDORF

Bäume dürfen gefällt werden
Die Baumfällarbeiten in der Ortsdurchfahrt Ruhlsdorf können wieder fortgesetzt werden. Das entschied der 11. Senat des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg am Montagnachmittag. Die Baumfällungen mussten zunächst unterbrochen werden, weil der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Beschwerde einreichte. Der BUND kritisierte in diesem Zusammenhang die Aufhebung des Alleenschutzes für die 26 Bäume. Die Fällungen seien aus Sicht des Senats aber nötig, um die Landesstraße auszubauen. Durch den Ausbau werden Defizite in der Verkehrssicherheit auf der Strecke beseitigt.

ÜBERFALL

17-Jähriger geschlagen und bestohlen
Am Montagabend wurde ein 17-Jähriger im Potsdamer Stadtteil Am Stern geschlagen und ausgeraubt. Das gab die Polizei am Dienstag bekannt. Zwei unbekannte Männer kamen auf den Jugendlichen zu und forderten sein Handy. Als der 17-Jährige sich weigerte es herauszugeben, schlugen die Männer auf ihn ein. Der Teenager gab ein, bewusstlos geworden zu sein. Als er wieder zu sich kam, fehlten sein Handy und seine Bauchtasche. Die Täter waren dunkel gekleidet und trugen Jogginghosen. Die beiden waren 1,75 m und 1,85 m groß. Sie sollen gebrochenes Deutsch gesprochen haben. Vermutlich sind sie zwischen 18 und 25 Jahre alt.

PHARMAINDUSTRIE

Forschungszentrum für Bayer und Nuvisan
Der Pharmakonzern Bayer und der Arzneimittelforscher Nuvisan planen ein neues medizinisches Forschungszentrum in Berlin. Darüber berichtet der rbb unter Berufung auf Unternehmerkreise. Der Standort für das gemeinsame Vorhaben soll der Forschungs-und Entwicklungs-Campus von Bayer werden. Im neuen Zentrum sollen kleinmolekulare Wirkstoffe erforscht werden. Das geplante Vorhaben bietet 400 neue Arbeitsplätze.

BERLIN

Höchstes Hotel Deutschlands
In Berlin-Neukölln beginnen im Herbst 2020 die Bauarbeiten für das höchste Hotel Deutschlands. Darüber berichten mehrere Medien. Am „Estrel Hotel“ soll ein 175 Meter hoher Turm gebaut werden. Schon jetzt ist das Estrel in Berlin mit über 1100 Zimmern das größte Hotel bundesweit. Bis Anfang 2025 soll das höchste Hotel Deutschlands fertiggestellt sein. Im Turm wird es rund 750 Zimmer, eine Sky Lounge und eine Dachterrasse geben. Dazu kommen Veranstaltungsflächen, die direkt an den Tower angegliedert sein sollen. Nach Angaben des Unternehmens sei unter anderem der Bedarf an Veranstaltungsflächen besonders hoch.

TODESFALL

Frauenleiche auf dem Gehweg
In Berlin-Mitte fand ein Passant am Montagabend eine Leiche auf dem Gehweg der Bergstraße. Laut Berliner Morgenpost soll es sich bei der toten Person um eine Frau handeln. Sie soll in einem Schlafsack gelegen haben. Vermutlich war sie wohnungslos. Wie die Zeitung berichtet, seien an der Frau Verletzungen festgestellt worden, die auf eine Tötung hindeuten. Am Tatort soll die Polizei zwei Männer festgenommen haben. Die Identität der Toten ist noch unbekannt. Eine Mordkommission hat den Fall übernommen.

DIEBSTAHL

Einbruch in Berliner Gedächtniskirche
Unbekannte brachen in der Nacht zu Montag in die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin-Charlottenburg ein. Das teilt die Polizei mit. Dabei entwendeten der oder die Täter Geld aus Opferstöcken und einer Kasse. Außerdem brachen die Unbekannten eine Vitrine auf und entnahmen Orden, ein Jubiläumsabzeichen, eine Medaille und Silbermünzen. Der Küster bemerkte den Einbruch am frühen Montagmorgen und alarmierte die Polizei. Aktuell gibt es keine Hinweise auf ein organisiertes Verbrechen. Die Ermittlungen dauern an.