Die Nachrichten vom 12. Februar 2020

LANDESREGIERUNG

Nachtragshaushalt beschlossen

Die Landesregierung hat einen Nachtragshaushalt in Höhe von 314 Millionen Euro für das laufende Jahr beschlossen. Wie Finanzministerin Katrin Lange mitteilte, fließen zusätzliche Mittel unter anderem in eine verbesserte Kita-Betreuung, in Krankenhaus-Investitionen und in ein höheres Volumen bei der Wirtschaftsförderung. Mehr Geld gibt es auch für Maßnahmen zum besseren Klimaschutz. Der Nachtragshaushalt enthält zudem erste Maßnahme im Rahmen eines neuen Zukunftsinvestitionsfonds. Die geplanten Maßnahmen reichen von Investitionen in den Nahverkehr bis zur Sanierung von Studentenwohnheimen.

 

BOMBENSPRENGUNG

Bauherr räumt Fehler ein

Nachdem in Stahnsdorf am Samstag eine Weltkriegsbombe auf einem Baugelände gesprengt wurde, räumte der Bauherr nun Versäumnisse ein. Wie der rbb berichtet, wurde Erde bewegt, die noch nicht komplett auf Munitionsreste untersucht worden war. Dabei berührte ein Bagger die Bombe. Die Baufirma „Bonova“ räumte ein, dass ein Kampfmittelexperte diese Arbeiten hätte begleiten müssen. Wie Sprengmeister Mike Schwitze gegenüber den Potsdamer Neusten Nachrichten erklärte, hätte die Bombe auch ohne die Berührung des Baggers gesprengt werden müssen. Auch dann wäre es zu erheblichen Schäden gekommen. Seit der Bombensprengung sind zwei Häuser in Stahnsdorf unbewohnbar.

 

CYBER-ATTACKE

Rathaus gesteht Fehler

Das Potsdamer Rathaus hat nach der Cyber-Attacke erstmals eigene Fehler eingeräumt. Darüber berichten die Potsdamer Neuesten Nachrichten. So habe das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik Kommunen wie Potsdam bereits am 8. Januar vor Sicherheitslücken in der Serversoftware „Citrix“ gewarnt. Hauptamtsleiter Dieter Jetschmanegg räumte am Dienstagabend im Digitalausschuss ein, dass die Verwaltung erst Mitte Januar auf das Problem aufmerksam wurde. Gleichzeitig betonte er, dass es Verbesserungsbedarf bei bestimmten Prozessen gebe.

 

UNFALL

Schwerverletzte nach Kollision

Am Mittwochmorgen kam es in der Nähe der Autobahnauffahrt Potsdam-Nord zu einem schweren Unfall zwischen vier Fahrzeugen. Dabei wurden 5 Menschen verletzt, drei von ihnen schwer. Bei einem Überholvorgang kollidierte das Auto zunächst mit einen LkW und anschließend mit zwei weiteren Fahrzeugen. Die Polizei beschlagnahmte alle beteiligten Fahrzeuge.

 

VOLKSINITIATIVE

100 000 Wohnungen für Berlin

Der Verein „Neue Wege für Berlin“ hat eine Volksinitiative ins Leben gerufen und bereits 40 000 Unterschriften gesammelt. Notwendig wären nur 20 000 Stimmen. Das teilte der Verein am Dienstag mit. Ziel der Volksinitiative ist es, den Senat zum Bau von 100 000 neuen Wohnungen zu bewegen. Obwohl doppelt so viele Stimmen wie nötig bereits zusammen kamen, will der Verein bis zum 31. März Unterschriften sammeln. Wie der Vorstandsvorsitzende des Vereins Heiko Kretschmer angab, soll damit ein starkes Signal an den Senat und das Abgeordnetenhaus gesendet werden.

 

TOTE AUF GEHWEG

Zwei Männer in U-Haft

Nachdem am Dienstag eine tote Frau auf einem Gehweg in Berlin-Mitte gefunden wurde, gibt es neue Einzelheiten. Bei der Toten handelt es sich um eine 53-jährige obdachlose Frau. Zwei Männer, die bereits gestern Abend in der Nähe des Fundorts festgenommen wurden, sitzen nun in Untersuchungshaft. Sie sind 35 und 42 Jahre alt. Unweit des Fundorts soll auf einem Spielplatz ein Grab für die Frau ausgehoben worden sein. Das schrieb die „Berliner Zeitung“. Zu den Hintergründen des möglichen Verbrechens gibt es bisher keine Hinweise. Die Ermittlungen dauern an.

 

EINBRUCH

Diebe stehlen Millionen Zigaretten

Aus der Asservatenkammer des Berliner Hauptzollamts wurden über 5 Millionen Zigaretten gestohlen. Die Zigaretten waren beschlagnahmt, weil sie nicht versteuert waren. Das bestätigte der Sprecher der Behörde am Mittwochmorgen gegenüber dem rbb. Gestohlen wurde auch unversteuerter Shisha-Tabak. Nach Angaben der Berliner Morgenpost geht es um mehr als eine Tonne. Der Einbruch sei schon am 26. Januar bemerkt worden. Wie die Täter vorgingen, wollte der Sprecher nicht sagen, um Nachahmungen zu vermeiden.

 

UNFALL

S-Bahn erfasst 21-Jährige

In der Nähe des S-Bahnhofs Yorckstraße erfasste eine S-Bahn in der Nacht zum Mittwoch eine 21-jährige alkoholisierte Frau. Medienberichten zufolge saß die Frau gegen 1 Uhr auf einer abgedeckten Stromschiene. Als der Fahrer die Frau auf den Gleisen sah, versuchte er zu bremsen. Trotzdem wurde die Frau von der S-Bahn erfasst. Dabei wurde sie schwer am Bein verletzt. Eine Atemalkoholmessung im Krankenhaus ergab einen Wert von fast 2 Promille. Warum die 21-Jährige auf den Gleisen saß, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.