Die Nachrichten vom 14. Februar 2020

TESLA
Waldrodung hat begonnen
Der Elektro-Auto-Hersteller Tesla hat in Grünwalde vorzeitig mit der Rodung eines 91 Hektar großen Kiefernwaldes begonnen. Zuvor hatte das Brandenburger Umweltamt die Erlaubnis zum vorzeitigen Baubeginn erteilt. Der Beginn der Rodungen erfolge auf eigenes Risiko, teilte das Umweltministerium mit – denn das Genehmigungsverfahren für die Gigafactory laufe noch. Unterdessen haben zwei Umweltverbände einen Eilantrag zur Behinderung der Rodung gestellt. Ab dem kommenden Jahr soll die Produktion von Elektroautos laufen – geplant sind bis zu 500.000 Fahrzeuge im Jahr.
WALDBRANDBEKÄMPFUNG
Neue Tanklöschfahrzeuge
Die Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern werden gemeinsam elf neue Tanklöschfahrzeuge für die Waldbrandbekämpfung anschaffen. Das teilte das Innenministerium am Freitag in Potsdam mit. Demnach führt Brandenburg das Vergabeverfahren durch, das benachbarte Mecklenburg-Vorpommern wird die Fahrzeuge beziehen. Sie sollen in beiden Ländern zum Einsatz kommen.
ZWEI-EURO-MÜNZE
Woidke bei der Kanzlerin
Bundesratspräsident Dietmar Woidke hat am Freitag gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die Sonderprägung einer 2-Euro-Münze vorgestellt. Beim Antrittsbesuch Woidkes bei der Kanzlerin wurde die Münze mit dem Motiv von Schloss Sanssouci mit den Weinbergen im Vordergrund präsentiert. Die Münze, die 30 Millionen Mal geprägt und damit im ganzen Euro-Raum als Zahlungsmittel im Einsatz sein wird, sei eine Reminiszenz an Brandenburgs berühmtestes Schloss. Mit der Münze werde die öffentliche Aufmerksamkeit auf glänzende Art und Weise auf Potsdam und Brandenburg gelenkt, sagte Woidke.
POLIZEI
Fahndung nach Räuber
Die Polizei fahndet nach einem Mann, der ein Lebensmittelgeschäft in Teltow überfallen hat. Laut Polizei betrat der Mann am Donnerstag kurz vor Ladenschließung das Geschäft in der Lichterfelder Allee. Er bedrohte Mitarbeiter mit einem Messer und entnahm Geld aus der Kasse. Der Mann flüchtete in unbekannte Richtung. Zwei Mitarbeiterinnen des Ladens wurden leicht verletzt. Der dunkel gekleidete Täter war laut Polizei etwa 1,75 Meter groß, ca. 30 bis 35 Jahre alt. Er sprach deutsch und wurde als sehr dunkelhäutig beschrieben.
MIETENDECKEL
Gericht lehnt Eilantrag ab
Das Bundesverfassungsgericht hat einen Eilantrag gegen den vom Abgeordnetenhaus verabschiedeten Mietendeckel als unzulässig abgewiesen. Ein Antrag von drei Immobilienunternehmen, das entsprechende Gesetz außer Kraft zu setzen, sei verfrüht gestellt worden, teilte das Bundesverfassungsgericht am Freitag mit. Mit dem Mietendeckel sollen die Mieten in Berlin für fünf Jahre eingefroren werden. Das Gesetz soll ab dem 23. Februar gelten.
BERLINER DOM
Hohenzollerngruft wird saniert
Ab dem 1. März wird die Hohenzollerngruft im Berliner Dom geschlossen. Grund sind umfangreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen, teilte das Domkirchenkollegium mit. Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2023 abgeschlossen sein. Während dieser Zeit soll die Grabstätte in Anlehnung an historische Pläne umgebaut und saniert werden. Außerdem soll der touristische Bereich im Untergeschosses mit WC, Shop und Café barrierefrei erneuert werden. Die Kosten belaufen sich nach derzeitigem Stand auf rund 17,3 Millionen Euro.
S-BAHN
Mehrere Unterbrechungen
Im S-Bahn-Netz ist es am Freitag zu mehreren Störungen gekommen. Wie die Berliner S-Bahn mitteilte, waren unter anderem die Linien S3, S5, S7 und S9 betroffen. Die Linie S7 wurde am Morgen zwischen den Bahnhöfen Wannsee und Griebnitzsee unterbrochen. Ein Drehgestell einer S-Bahn sei bei einer Rangierfahrt ohne Fahrgäste kurz vor Wannsee aus den Gleisen gesprungen, hieß es. Nachdem die entgleiste S-Bahn aus den Gleisen gehoben worden war, fuhr die S7 ab etwa 13 Uhr wieder im 10-Minuten-Takt von und nach Potsdam.
NAZI-SCHMIEREREIEN
Staatsschutz ermittelt
Unbekannte haben in der Nacht zum Freitag eine Fassade in Berlin-Schöneberg mit Farbe beschmiert. Ein 60-Jähriger hatte den Schriftzug und das spiegelverkehrte Hakenkreuz gegen 8 Uhr in einem Hinterhof in der Potsdamer Straße festgestellt und die Polizei informiert. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes Berlin führt die weiteren Ermittlungen.